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Neue Publikation zur Geschichte der Berufsgruppe Bibliothekarinnen – in und aus Österreich, hg. von Ilse Korotin und Edith Stumpf-Fischer

Am Beispiel der Berufsgruppe „Bibliothekarinnen“ lässt sich der lange und hindernisreiche Weg zur beruflichen Gleichstellung von Frauen in Österreich exemplarisch gut dokumentiert. Im Herbst 2019 ist ein Sammelband dazu erschienen. Die Ergebnisse sind aufgebaut auf einem mehrjährigen frida-Projekt von biografiA (Link).

Bibliotheksgeschichte stellte sich lange Zeit als eine Geschichte von Männern – meist Leitern großer Bibliotheken – dar. Dem Anteil der Frauen an der Entwicklung des Bibliothekswesens wurde kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die Namen der Bibliothekarinnen – wie auch ihre Arbeit – gerieten in Vergessenheit. Erst gegen Ende des 19. Jhds. wurde damit begonnen, Frauen in Bibliotheken für wenig qualifizierte Tätigkeiten aufzunehmen. In den 1920er Jahren wurde schließlich der gehobene Fachdienst (MaturantInnen) eingerichtet und zu diesem Zeitpunkt finden sich auch die ersten Frauen auf akademischen Posten.

Mit dem vorliegenden Band soll die Geschichtsschreibung über Frauenarbeit in Bibliotheken ihren notwendigen Eingang in die allgemeine Bibliotheksgeschichtsforschung finden. Dieses Bestreben wurde nun mit der Epochen übergreifenden Untersuchung und detailreichen Dokumentation zahlreicher Bibliotheksbereiche und bibliotheksrelevanter Entwicklungen in Geschichte und Gegenwart gewährleistet. Es können nun Rückschlüsse auf historische und gegenwärtige Aspekte der Frauenbeschäftigung sowie frauengeschichtliche Schlussfolgerungen im Allgemeinen gezogen, zudem auch weitere Forschungsfragen entwickelt und bearbeitet werden.

Ilse Korotin & Edith Stumpf-Fischer (Hg.): Bibliothekarinnen in und aus Österreich. Der Weg zur beruflichen Gleichstellung [biografiA – Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; 25] Wien, Praesens Verlag 2019 (Link).

ISBN 978-3-7069-1046-0, 792 S., Klappenbrosch; € [A] 49,00 / € [D] 47,70

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