Geschichte

1991 fand ein erstes Vernetzungstreffen von Vertreterinnen aus der autonomen Frauendokumentationsszene, aus dem Wissenschafts- und damaligen “Dohnal-Frauen-Ministerium” und aus einem Kreis von Interessentinnen im Renner-Institut in Wien statt. Daraus entstand im Frühjahr 1992 frida – Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich. Anliegen engagierter Bibliothekarinnen und Dokumentarinnen war, gemeinsam in der Bibliotheks- und Dokumentationslandschaft etwas zu verändern.

frida veranstaltete regelmäßige Arbeitstagungen in Kooperation mit dem Renner-Institut und initiierte eine Reihe von Projekten. Einige Beispiele: ein österreichischer Frauenthesaurus (thesaurA), eine umfassende biografische Datenbank und Lexikon österreichischer Frauen (biografiA) und ein Grundlagenwerk zur feministischen Dokumentation und Informationsarbeit in Österreich (kolloquiA).

frida ist inzwischen über 25 Jahre aktiv. In dieser Zeit hat im Informations- und Dokumentationswesen ein großer Wandel stattgefunden. Diese Veränderungen finden in unserer Arbeit ihren Niederschlag und sind Ausgangspunkt für weitere Projekte.


Zeitleiste – Auswahl von Ereignissen aus der frida-Geschichte

2015

frida ist mit einem Poster am Österreichischen Bibliothekar*tag in Wien vertreten.

2014

Von 17. bis 19. Oktober 2014 findet die 49. Jahrestagung deutschsprachiger Lesben-/ Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen in Wien statt.

2010

Projekt “Der Weg zur beruflichen Gleichstellung. Am Beispiel der Bibliothekarinnen” in Kooperation mit biografiA

2005

Ende Oktober 2005 trafen sich in Frankfurt am Main zum 40. Mal Vertreterinnen der deutschsprachigen Frauen/ Lesbenarchive, -bibliotheken und –dokumentationsstellen zu ihrer jährlichen Tagung. Presseaussendung / Bericht im “Standard”.

frida wird Mitglied des Österreichischen Frauenrings, der größten Dachorganisation österreichischer Frauenvereine.

In diesem Jahr wurde die 85. Sitzung abgehalten.

2004

Die Publikation “kolloquiA” wurde von Helga Klösch-Melliwa im Namen von frida für den Gabriele-Possanner-Förderungspreis 2003 eingereicht. Über 30 Arbeiten haben an diesem österreichweiten Bewerb teilgenommen. Die kolloquiA gelangte in die Endrunde der letzten 6, da sie “von den Koordinationsstellen für Frauen- und Geschlechterforschung sowie von zwei zusätzlichen Fachgutachterinnen für preiswürdig erachtet und somit der Jury zur Entscheidung vorgeschlagen” wurde.

2003

STICHWORT und Frauensolidarität organisieren im Namen von frida vom 24. bis 26. Oktober 2003 in Wien das 38. Archivetreffen, die Fachtagung der deutschsprachigen Frauen-/Lesbeninformationseinrichtungen. Tagungsmotto: “Fraueninformation zwischen Bewahrung kulturellen Erbes und Anforderungen der digitalen Informationsgesellschaft”. Presseaussendung / Programm.

2002

Das Geburtstagsfest zu 10 Jahre frida fand im Dezember 2002 in der Frauenhetz statt.

Im Rahmen von frida wurde das Projekt “Die Dokumente der österreichischen Frauenbewegung. Aktualisierung der Dokumentation österreichischer Frauengruppen” von STICHWORT duchgeführt.

frida tritt dem Netzwerk ATHENA (Advanced thematic network in activities in women’s studies in Europe) bei.

2001

Projekt “KolloquiA” – frauenbezogene, feministische Dokumentation und Informationsarbeit in Österreich

1998

Projekt “biografiA. Datenbank und Lexikon österreichischer Frauen

Einige frida-Frauen nehmen an der “Know-How-Conference on the World of Women’s Information” in Amsterdam teil. Ein Tagungsbericht von Christa Wille erscheint in Biblos 47 (1998) 2.

1997

Entstehung der ersten frida-Website

1996

Projekt “Thesaura. Österreichischer Frauenthesaurus“: Nachdem Helga Klösch-Melliwa und Angelika Zach 1994 und 1995 am Projekt gearbeitet hatten, wird Thesaura am 26. Juni 1996 im Renner-Institut präsentiert.

Das Sommerseminar steht unter dem Motto “frida im WWW”.

frida bekommt das erste Logo.

1993

Der erste frida-Folder wird mit einer Auflage von 5000 Stück aufgelegt, finanziert von der Arbeiterkammer.

Am 2. und 3. Juli 1993 findet ein Sommerseminar mit den Thesaurusexpertinnen Marieke Kramer und Dagmar Jank statt. Thema sind die Vorbereitungen für thesaurA.

1992

Am 2. und 3. Juli 1992 findet ein Sommerseminar mit Helga Dickel (Fachfrau für feministische Beschlagwortung) und Susanne Feigl statt.

Am 17. März 1992 wird der Verein gegründet, am 1. April findet die erste Sitzung statt.

Beim Vernetzungstreffen am 14. Jänner 1992 werden die Statuten formuliert.

1991

Bei Vorarbeiten im Laufe des Jahres 1991 wurden Kontakte zur damaligen Frauenministerin Johanna Dohnal, zur frauenpolitischen Abteilung des Renner-Instituts, zur ARIADNE an der Nationalbibliothek, zur Dokumentationsstelle Frauenforschung am IWK, zur Bibliothek und zur SOWIDOK der AK-Wien, zum Frauenarchiv STICHWORT und zu vielen anderen frauenbewegten Einrichtungen und engagierten Feministinnen aufgenommen.

Der Arbeitstitel für die neu entstehende Organisation war “Österreichisches Frauendokumentationszentrum”. Vernetzungstreffen fanden von 29. bis 31. August, 2. Oktober, 24. Oktober und 19. November 1991 statt.