Projekte

biografiA: Lexikon österreichischer Frauen (2016)

BuchcoverDas Lexikon österreichischer Frauen wurde von Ilse Korotin herausgegeben und erschien gedruckt und online im Wiener Böhlau-Verlag.

Dieses vierbändige Werk beinhaltet rund 6.500 Biografien österreichischer Frauen von der Römer_innenzeit bis zur Gegenwart im geografischen Wirkungsbereich des heutigen Österreich. Es porträtiert Frauen in Politik, Gesellschaft, Kultur und Geschichte. Die Konzeption des Lexikons orientiert sich an Überlegungen der feministischen Biografieforschung.

Online-Volltext.

Österreichische Bibliothekarinnen auf der Flucht: verfolgt, verdrängt, vergessen? (2007)

CoverDieser Sammelband wurde von Ilse Korotin herausgegeben und erschien im Wiener Praesens Verlag.

Das Buch beschäftigt sich mit Frauen, die in einer Phase ihres Lebens als Bibliothekarinnen beschäftigt waren und aus unterschiedlichen Gründen ausgegrenzt, verfolgt, ins Exil getrieben und im schlimmsten Fall ermordet wurden. Die heute der Öffentlichkeit zum Teil unbekannten Frauen und deren Wirkungsvielfalt sollen so wieder ins Bewusstsein zurückgeholt werden.

Schwerpunktmäßig wird das Leben und Wirken der wissenschaftlichen Bibliothekarinnen, der Frauen, die in Arbeiterbibliotheken und den jeweiligen Nachfolgeinstitutionen tätig waren und jener die im staatlichen Bereich arbeiteten, diskutiert. Zentral behandelt werden dabei die Schicksale der politisch/rassisch verfolgten und ins Exil getriebenen Frauen. Bei jenen Exilantinnen, die erst in einem fremden Land diesen Beruf ergriffen, wird nach deren Motiven und Schwierigkeiten gefragt. Das Selbstverständnis der in Bibliotheken tätigen Frauen, aber auch die Tatsache, dass dieser Berufszweig sehr oft als Zwischenlösung oder – von Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen – zur Sicherung des Lebensunterhaltes gewählt wurde, wird in einer hier publizierten Diskussion mit Zeitzeuginnen verdeutlicht.

Die Dokumente der österreichischen Frauenbewegung. Aktualisierung der Dokumentation österreichischer Frauengruppen (2002)

Im Rahmen von frida wurde das Projekt “Die Dokumente der österreichischen Frauenbewegung. Aktualisierung der Dokumentation österreichischer Frauengruppen” von STICHWORT duchgeführt. Zentrales Anliegen war es, Daten zu aktualisieren und Lücken im Bestand der österreichischen Frauenbewegungsdokumentation zu schließen. Über eine Datenbank können nunmehr rund 670 österreichische Frauengruppen der Neuen Frauenbewegung, ihre Geschichte und Aktivitäten recherchiert werden. Sie bietet somit eine Grundlage für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frauen- und Lesbenbewegung in Österreich, ermöglicht aber zugleich Kontaktaufnahme zu anderen Frauengruppen sowie Information über vergangene und laufende Projekte. Geschichte und besonders die Geschichte von Frauen lässt sich nur aus der Vielzahl ihrer Details rekonstruieren. Jedes einzelne Flugblatt, Programm, Plakat, Protokoll, Tonband, Video, Manuskript etc. ist daher von immenser Wichtigkeit, um unsere eigene Geschichte zu begreifen, aber auch begreifbar zu machen und zur Basis zukünftiger feministischer Arbeit werden zu lassen.

KolloquiA (2001)

CoverDer Band “KolloquiA. Frauenbezogene, feministische Dokumentation und Informationsarbeit in Österreich. Lehr- und Forschungsmaterialien” wurde von frida herausgegeben und wurde vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur verlegt.

Zwölf Autorinnen, Expertinnen der frauenbezogenen/feministischen Informationsarbeit, haben in fünf Kapiteln dieses umfangreiche Grundlagenwerk zur Situation in Österreich verfasst. Das erste Kapitel befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, das zweite mit historischen, strukturellen und politischen Texturen, das dritte mit der Geschichte von Frauenbibliotheken und -archiven, das vierte mit Aus- und Weiterbildung und das fünfte mit Frida-Einrichtungen.

Mehr über Kolloquia.

biografiA: Datenbank und Lexikon österreichischer Frauen (1998)

Das Projekt wird seit 1998 unter der Leitung von Ilse Korotin am Wiener Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) durchgeführt und hat die umfassende historisch-biografische Aufarbeitung österreichischer Frauenpersönlichkeiten zum Ziel, wobei als örtlicher Bezug die jeweiligen historischen Landesgrenzen zugrunde gelegt wurden. Der Zeitrahmen spannt sich von der erstmaligen Nennung Österreichs bis zur Gegenwart. Laufend werden weitere Datensätze erarbeitet, die dann in die Datenbank einfließen. Die Ausarbeitung von Textbiografien wurde in Form von mehreren thematischen Modulen in Einzelprojekte ausgegliedert. Mehr über biografiA.

Der Weg zur beruflichen Gleichstellung. Am Beispiel der Bibliothekarinnen (2013)

Dieses Projekt, ein Modul von biografiA, wurde von Edith Stumpf-Fischer geleitet, von Ilse Korotin koordiniert und durch den Jubiläumsfonds der OeNB gefördert.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, Frauen für niedrige Tätigkeiten in den Bibliotheksdienst aufzunehmen, in den 1920er Jahren wurde schließlich der gehobene Fachdienst für Maturant_innen eingerichtet und ab diesem Zeitpunkt finden sich auch die ersten Frauen auf akademischen Posten. Das Werk schildert den langen und hindernisreichen Weg zur beruflichen Gleichstellung von Frauen in Österreich am Beispiel der Berufsgruppe der Bibliothekarinnen. Die Geschichtsschreibung über Frauenarbeit in Bibliotheken soll damit ihren notwendigen Eingang in die allgemeine Bibliotheksgeschichtsforschung finden. Mehr zu diesem biografiA-Modul. Programm des zweiten Workshops.

ThesaurA: österreichischer Frauenthesaurus (1996)

CoverThesaurA wurde von Helga Klösch-Melliwa und Angelika Zach erstellt und erschien in der Österreichischen Staatsdruckerei.

Der österreichische Frauenthesaurus enthält insgesamt circa 3.000 Termini, davon etwa 600 Nicht-Deskriptoren und rund 14.900 verwandte Begriffe, die allesamt speziell für die bibliothekarische und dokumentarische Erschließungsarbeit aufbereitet wurden.

Mehr über ThesaurA.