Begrüßung Eva Knollmayer

Begrüßung durch Ministerialrätin Dr.in Eva Knollmayer (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur) bei der Buchpräsentation von kolloquiA am 10. Juli 2001


Sehr geehrte Frau Generaldirektorin, meine sehr geehrten Damen und Herren!

Es entspricht einer langjährigen Tradition des Wissenschafts-, jetzt Bildungsministeriums jeweils den neuesten Band der Reihe “Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft” einem interessierten Publikum vorzustellen.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich sehr herzlich bei der Frau Generaldirektorin für die Ermöglichung, dies in den Räumen der Nationalbibliothek zu tun, bedanken.

Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, gibt das Wissenschaftsministerium seit 1992 die Publikationsreihe “Materialien zur Förderung der Frauen in der Wissenschaft” heraus, in der bislang zehn Bände erschienen sind. Die Publikationsreihe wird vom Ministerium zur Gänze finanziert, hat sich zum Ziel gesetzt, die Situation von Frauen im Wissenschaftsbetrieb sichtbar zu machen. Neben der Veröffentlichung von Forschungsarbeiten, die Analysen zur Situation der Frauen an den Hochschulen und Beiträge zur Förderung von Frauen im Wissenschaftsbetrieb oder in den Künsten enthalten, wurden bereits zwei Bände der frauenspezifischen Dokumentationsarbeit gewidmet.

Auf diese beiden Bände möchte ich Sie besonders hinweisen, weil ich glaube, dass diese Bände speziell für Sie von Interesse sind.
Der eine ist eine von Ilse Korotin und Kirstin Breitenfellner zusammengestellte Bibliographie frauenspezifischer Hochschulschriften an österreichischen Universitäten in der Zeit zwischen 1968 und 1993. Der andere Band ist der erste Österreichische Frauenthesaurus, erstellt von Helga Klösch-Melliwa und Angelika Zach, ein Nachschlagewerk zur inhaltlichen Erschließung frauenspezifischer Literatur.

Darüber hinaus habe ich ein paar Prospekte mitgebracht, denen sie das gesamte Angebot entnehmen können und der Verlag Österreich hat einen Büchertisch aufgestellt.

Heute wird Band 11 – kolloquiA von Helga Klösch-Melliwa et.al. – vorgestellt, der sich mit Aktivitäten und Leistungen von Expertinnen im Informationswesen, speziell im Fraueninformationswesen befasst und der für das Bildungsministerium viele interessante Hinweise auf eine adäquate Ausbildung für Informationsberufe enthält.

Diese Publikation geht dankenswerterweise auf die Initiative von frida zurück und wurde in zweijähriger Arbeit unter Mitgestaltung vieler Autorinnen produziert.

Durch die neuen Informations-, Kommunikations- und Medientechnologien ist das Informationswesen tiefgreifenden Veränderungen unterworfen. Diese Situation des Umbruchs eröffnet die Chance, aber auch die Notwendigkeit der geschlechterdemokratischen Sichtbarmachung von Frauen in jenen neuen Denk- und Arbeitsfeldern des modernen Wissensmanagements und dieses Buch soll dazu einen Beitrag leisten.

Ich möchte mich bei allen Autorinnen und Mitwirkenden für die engagierte Arbeit bedanken. Da sie aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen kommen, bietet dieser Band vielfältige interessante Perspektiven auf das frauenbezogene Informationswesen.
Ein Dankeschön auch an unsere bewährte Lektorin Frau Barbara Neuwirth, an unsere Grafikerin Nele Steinborn und an den Verlag Österreich, der den Vertrieb hoffentlich wie immer erfolgreich meistern wird.

Ich wünsche Ihnen noch einen interessanten Vormittag.