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Workshop: Bewegungsgeschichte(n): Zum Verhältnis von Migration, Anti-/Rassismus und Geschlecht, 05.-06.11.2026, Wien

Der diesjährige F*GG-Workshop fragt nach dem Verhältnis von Geschlecht, Migration und Anti-/Rassismus im Kontext von Bewegungsgeschichtsschreibung und -geschichte(n). Im Fokus stehen dabei eine Reihe von bewegungsgeschichtlichen Themen: die Geschichte der Selbstorganisierung von Migrant:innen, die Geschichte der Aushandlungsprozesse zwischen migrantisch- und mehrheitsgesellschaftlich positionierten Aktivist:innen, die Geschichte der migrantischen Kritik an den weiß-positionierten Frauen- und queeren Bewegungen sowie die Geschichte der Verhandlungen von Geschlechterverhältnissen im Kontext von migrantischen bzw. antirassistischen Bewegungen.

20. Workshop des Forschungsschwerpunktes/Research Cluster Frauen*- und Geschlechtergeschichte der Univ. Wien (Web)
Organisationsteam: Cäcilia Wosnitzka, Nike Kirnbauer, Johanna Gehmacher, Dietlind Hüchtker, Michaela Neuwirth, Milica Main und Sophia Konopka

Zeit: 05.-06.11.26
Orte: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien und Aula der Univ. Wien am Campus, Hof 1.11, 1090 Wien

Programm (Web)

Do., 05.11.2026
Zeit: 18:30-20:00 Uhr
Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien

„Wir schreiben unsere Geschichte selbst“: Ein Abend über migrantisch-feministische Organisierung und Kämpfe mit Vertreter*innen von Peregrina, LEFÖ und das kollektiv

  • Gespräch mit Gergana Mineva (das kollektiv), Nima Obaro (Peregrina), Dani Rechling (Peregrina), Rubia Salgado (das kollektiv) und Sabine Zopf (LEFÖ)
  • Moderation: Nike Kirnbauer und Cäcilia Wosnitzka (Univ. Wien)

Fr., 06.11.2026
Zeit: 09:00-18:00 Uhr
Ort: Aula am Campus, Hof 1.11, 1090 Wien

  • 09:00 Uhr: Einführende Worte: Johanna Gehmacher und Dietlind Hüchtker (Wien) | Nike Kirnbauer und Cäcilia Wosnitzka (Wien)
  • 09:30 Uhr: Eröffnungsvortrag: Maria Alexopoulou (Mannheim/Berlin): Die „Andere“ als Figur und Akteur*in. Migration und Geschlecht aus rassismuskritischer zeithistorischer Perspektive
  • Moderation: Katharina Stornig (Wien)

11:15 Uhr: Panel 1: Wissens- und Bewegungsgeschichte

  • Araba Evelyn Johnston-Arthur (Wien): The Poetic Knowledge of Unokanma Okonjo’s Brazen Decolonial World Making. Feminism as an Un/silenced Chapter in the Present Movement History of the African Diaspora in Austria
  • Andreas Charis (Potsdam): Antirassisstisches Engagement und Wissensproduktion von „MigrantInnen“. Aushandlungen über Rassismus, Geschlecht und Zugehörigkeit in der bundesrepublikanischen Einwanderungsgesellschaft, 1980er bis 2000er Jahre
  • Faime Alpagu und Dominique Bauer (Wien): Von Bewegung zu Management? Diversitätspolitiken in der Wissenschaft als Genealogien migrantischer, feministischer und antirassistischer Kämpfe
  • Moderation: Anaïs Angelo (Wien)

13:45 Uhr: Panel 2: Methodisch-theoretische Reflexion

  • Stefanie Mayer (Wien): One Size Does Not Fit All. Intersektionalität kontextsensibel weiterdenken
  • Thordis Kokot (München): Na, Klasse! Sozioökonomischer Status als Einflussfaktor migrantischer Bewegungsakteur:innen
  • Pia Marzell (Jena): Konfliktgeschichte als Perspektive Migrantische, Schwarze und Feminist:innen mit Behinderungen in der Geschichtsschreibung der Neuen Frauenbewegung zentrieren
  • Moderation: Zsófia Lóránd (Wien)

15:45 Uhr: Panel 3: Migration und Geschlecht als Leerstelle in Archiven

  • Elisabeth Kimmerle (Potsdam): Geschlecht und Migration in Bewegungsgeschichte(n) einschreiben. Methodische Reflexionen am Beispiel West-Berlin (1961-1989)
  • Christina Hollomey-Gasser (Innsbruck): Das Dokumentationsarchiv Migration Tirol: Potenziale eines Zusammendenkens von Migration, Geschlecht und Anti-/Rassismus
  • Jessica Bock (Berlin): Neue Quellen und Perspektiven für die Erforschung des Verhältnisses von Migration, Anti-/Rassismus und Frauen-/Lesbenbewegungen
  • Moderation: Evrim Erşan Akkılıç (Wien)

17:15-18:00 Uhr: Workshopabschluss

Im Anschluss wird zu einem kleinen Umtrunk eingeladen.