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Festveranstaltung: 25 Jahre Alice Salomon Archiv – Jubiläum und Neueröffnung, 19.11.2026, Berlin und virtueller Raum

Das Alice Salomon Archiv (ASA) feiert sein 25-jähriges Bestehen und zugleich die Neueröffnung am Standort Berlin-Hellersdorf: Gemeinsam möchten wir zurück- und nach vorn schauen: Auf 25 Jahre Archivarbeit, auf Projekte, Kooperationen und Begegnungen, und auf die Frage, welche Bedeutung Archive heute für demokratische Resilienz, kritische Erinnerungskulturen und professionsbildende Prozesse haben. Im Erzählcafé blicken wir gemeinsam auf die Geschichte des ASA zurück. Anja Sunhyun Michaelsen und Iris Rajanayagam eröffnen in ihren Keynotes Fragen nach Leerstellen und Archivgewalt, Nutzer*innenpositionen, marginalisiertem Wissen und Möglichkeiten für Intervention und Transformation und setzen so Impulse für die Gegenwart. Im abschließenden Visioning mit Fallon Tiffany Cabral und Hannah Ferreira richten wir den Blick gemeinsam auf mögliche Zukünfte der Arbeit in und mit Archiven.

Alice Salomon Archiv (ASA) (Web)

Zeit: 19.11.2026
Ort: ASA, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin – und virtueller Raum
Anmeldung bis: 25.10.2026

Programm

  • 13:00 Uhr: Begrüßung und Grußworte
  • 13:15 Uhr: Willkommen im ASA: Rückblick und neue Aussichten von Schöneberg und Hellersdorf mit Friederike Mehl & Dayana Lau
  • 13:30 Uhr: Erzählcafé: Erinnerungen, Begegnungen und Geschichten aus 25 Jahren ASA, organisiert vom wissenschaftlichen Beirat des ASA
  • 14:15 Uhr: Pause mit Imbiss (vegetarisch/vegan)
  • 15:00 Uhr: Keynotes: Anja Sunhyun Michaelsen: The shape described by her absence. Zur Suche nach marginalisierten Perspektiven in institutionellen Archiven | Iris Rajanayagam: Transformative Archive als gegenhegemoniale Intervention (Die Vorträge werden auch gestreamt, Link unten)
  • 16:15 Uhr: Visioning: Gemeinsam Zukünfte des Archivs entwerfen mit Fallon Tiffany Cabral & Hannah Ferreira
  • 17:00-17.30 Uhr: Verabschiedung

Rahmenprogramm

  • um 11:00 um & 11:30 Uhr: Archivführungen durch die neuen Magazinräume des Alice Salomon Archivs. Bitte gesondert anmelden. Die Führungen finden im Gebäude am Kokoschkaplatz 8a statt.
  • ab 18:00 Uhr: Ausstellung: Soziale Arbeit im sozialistischen Jugoslawien und in Slowenien 1952-2025 // Social Work in Socialist Yugoslavia and Slovenia 1952-2025 | Kuratorin: Darja Zaviršek, Univ. of Ljubljana | Nach dem Zweiten Weltkrieg führte Jugoslawien als einziges osteuropäisches sozialistisches Land in mehreren Teilrepubliken eine Ausbildung in Sozialer Arbeit ein. Trotz ihrer Bedeutung für soziale Reformen stieß die Profession auf ideologische Vorbehalte und Widerstände. Die 2025 erstmals in Ljubljana gezeigte Ausstellung beleuchtet die Anfänge, Pionier*innen und internationalen Verbindungen der Sozialen Arbeit. Die Präsentation an der ASH Berlin wird vom Museum für Zeitgeschichte Sloweniens und der Univ. Ljubljana unterstützt und dank der freundlichen Unterstützung der Botschaft der Republik Slowenien in Berlin ermöglicht.

Streaming

  • Für das Streaming der Keynotes ist keine Anmeldung notwendig. Am Streaming können Sie mit diesem Link teilnehmen: https://konferenz.ash-berlin.eu/b/day-ca7-7uk-6h3

Anmeldung

  • Bitte melden Sie sich per E-Mail bis zum 25.10.2026 unter archiv@ash-berlin.eu an (die Teilnehmer*innenzahl ist leider begrenzt).
  • Für die Archivführungen (Rahmenprogramm) stehen jeweils 10 Plätze zur Verfügung. Bei Interesse bitte bei der Anmeldung angeben, ob eine Teilnahme um 11:00 oder 11:30 Uhr gewünscht ist.
  • Für die Ausstellung ist eine gesonderte Anmeldung nicht notwendig. Die Ausstellung kann individuell in der ersten Etage des Neubaus angesehen werden.

Informationen zu den Referent_innen

Anja Sunhyun Michaelsen · Anja Sunhyun Michaelsen, geboren in Busan, Südkorea, ist Kulturwissenschaftler_in und derzeit wissenschaftliche Mitarbeiter_in im ERC-Projekt Tales of the Diasporic Ordinary. Aesthetics, Affects, Archives an der Humboldt-Univ. zu Berlin. Zuvor war sie unter anderem Gastprofessor_in an der Univ. Wien und Stipendiat_in der VolkswagenStiftung an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen postkoloniale Archivtheorie, experimentelle diasporische Literatur, Queer Theory sowie postmigrantische Film- und Kunstproduktion. Zu ihren Publikationen zählen Kippbilder der Familie (2017) und „Sichtbarkeit, Affekt und Intervention im postkolonialen Archiv“ (2024). Eine experimentelle Archivstudie Biografie meiner unbekannten Eltern erscheint voraussichtlich 2027 bei Archive Books. Sie lebt in Berlin.

Fallon Tiffany Cabral · Fallon Tiffany Cabral untersucht in ihrer kürzlich verteidigten teils autoethnographischen Dissertation die Kolonialität des Familiären in Deutschland. Gemeinsam mit Meryem Choukri gab sie 2023 den Essayband Biting Back. Essen, Diaspora, Widerstand heraus. Seit 2023 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMFTR-Projekt „Soziale Arbeit als koloniales Wissensarchiv“ mit und ist seit 2026 im DDF-Projekt „Zwischen Fürsorge, Emanzipation und Körperpolitik“ für die intersektionale Analyse der Erfahrungen studentischer Archivnutzer:innen zuständig. Beide Projekte sind am Alice Salomon Archiv der ASH Berlin angesiedelt.

Hannah Ferreira · Hannah lebt mit ihrem Sohn in Berlin. Sie ist Sozialarbeiterin, hat einen Master in „Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik“ und promoviert seit Oktober 2025 in Erziehungswissenschaften/Sozialpädagogik an der Univ. Hamburg zur Verwobenheit von kolonialen Diskursen und Bildungs- und Subjektivierungsprozessen in der Geschichte der Sozialen Arbeit. Nebenbei geht sie einem Lehrauftrag im Bachelor Sozialer Arbeit an der Alice-Salomon Hochschule Berlin nach. Forschungs- und Interessenschwerpunkte: poststrukturalistische Diskurs- und Subjekttheorie, (feministische) Postkoloniale Theorie, kritische Sozialarbeits- und Erziehungswissenschaft, Geschichtsschreibung und Erinnerungspraktiken in der Sozialen Arbeit.

Iris Rajanayagam · Iris Rajanayagam ist Historikerin und arbeitet zu Erinnerungskulturen, post- und dekolonialen Theorien und Intersektionalität. Sie ist (Mit-)Herausgeberin der in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb erschienenen Sammelbände Geteilte Geschichte_n – Plurale Solidaritäten (2024) und Transformative Archive (2025) sowie des im Transcript Verlag veröffentlichten Bandes Memory in Motion (2026). Iris Rajanayagam hat 2020/21 als Leitung der Organisation xart splitta die Online-Plattform The Living Archives initiiert und mitaufgebaut.

Barrieren
Übersetzungsbedarf bitte bei der Anmeldung angeben. Der Zugang zu den Gebäuden der ASH Berlin in Hellersdorf ist schwellenlos möglich. Fahrstühle sind vorhanden. Toiletten für Menschen mit Behinderung sind im Gebäude vorhanden. Bei weiteren Fragen zu möglichen Barrieren bitten wir um Kontaktaufnahme.

Ausschlussklausel
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Förderung
Die Keynotes von Anja Sunhyun Michaelsen und Iris Rajanayagam werden im Rahmen des Projekts „Zwischen Fürsorge, Emanzipation und Körperpolitik“ (2026) gefördert vom Digitalen Deutschen Frauenarchiv